Nationale Aufklärungs­initiative 
zur diabetischen Neuropathie
  • Ca. 7,5 Mio.1 Menschen leben in Deutschland mit der Diagnose Diabetes
  • Weitere ca. 2 Mio. Menschen haben einen bisher unerkannten Diabetes1
  • Etwa jeder Dritte von ihnen leidet unter diabetischer Neuropathie1

Alarmierende Ergebnisse der PROTECT-Studie 20182 mit 1850 Teilnehmern

  • Neuropathie-Verdacht sogar bei fast jedem Zweiten!
  • Zwei von drei wussten davon nichts!
2019: Registerstudie in Zusammenarbeit mit ausgewählten Arzt-Praxen (Neuropathie-Kompetenz-Praxen) geplant

Nationale Aufklärungs­initiative zur diabetischen Neuropathie
Hören Sie auf Ihre Füße?

Aufmerksamkeit schärfen, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung fördern – das sind die wichtigsten Ziele der Nationalen Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie.

Je eher eine Neuropathie erkannt und behandelt wird, desto besser lässt sich vermeiden, dass sie voranschreitet und Folgekomplikationen wie das Diabetische Fußsyndrom entstehen.

Die Initiative wurde von Wörwag Pharma in Zusammenarbeit mit der Deutschen Diabetes Stiftung und renommierten Experten auf dem Gebiet der Diabetologie und Neurologie ins Leben gerufen.

Aktivitäten der Nationalen Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie

Die Durchführung wissenschaftlicher Studien ist ebenso Teil der Aktivitäten der Nationalen Aufklärungsinitiative wie die patientennahe Aufklärung über die diabetische Neuropathie und Bewusstseins-Schärfung durch Aktionen.

Studienergebnisse und geplante Studien

Die Nationale Aufklärungsinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die diabetische Neuropathie zu schärfen. Insbesondere geht es darum, Lücken in puncto Früherkennung aufzuzeigen und neue Erkenntnisse über die Erkrankung zu gewinnen – mit dem Ziel, Vorsorge und frühzeitige Behandlung der Neuropathie zu fördern. Ein wichtiger Grundpfeiler ihrer Aktivitäten ist die Durchführung wissenschaftlicher Studien in Kooperation mit renommierten Experten auf dem Gebiet der diabetischen Neuropathie.

März 2018:
Ergebnisse der PROTECT-Studie

Im Rahmen der PROTECT-Studie2 ließen 1850 Menschen mit und ohne diagnostiziertem Diabetes die Nervenfunktionen in ihren Füßen untersuchen. Im März 2018 veröffentlichte Studienleiter Prof. Dan Ziegler (Stv. Direktor am Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes Zentrums der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) das alarmierende Studienergebnis:

Bei etwa der Hälfte der Teilnehmer der PROTECT-Studie wurde eine Nervenschädigung nachgewiesen – und fast 70 Prozent von ihnen wussten zuvor nichts davon!

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die regelmäßige Fuß-Kontrolle gerade für Diabetiker ist, um eine gezielte Behandlung rechtzeitig einleiten zu können.

Ausblick: Geplante Registerstudie 2019 in Zusammenarbeit mit Arztpraxen

2019 fällt der Startschuss zu einer Registerstudie, die in verschiedenen Neuropathie-Kompetenz-Praxen (spezialisierten Arztpraxen) durchgeführt werden soll. Ziel ist die Erhebung und Auswertung weiterer wissenschaftlicher Daten rund um die diabetische Neuropathie.

Diabetische Neuropathie

Die Neuropathie zählt zu den häufigsten Folgeschäden des Diabetes. Etwa jeder dritte Diabetiker entwickelt im Laufe seiner Erkrankung eine solche Nervenschädigung.

Wenn die peripheren Nerven – die außerhalb des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark) gelegenen Nerven – betroffen sind, spricht man von der peripheren diabetischen Polyneuropathie. Diese äußert sich meist durch Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle zuerst an den Füßen oder Händen.

Häufig ist zusätzlich auch das autonome, also das nicht über unseren Willen beeinflussbare Nervensystem der inneren Organe, erkrankt (sog. autonome diabetische Neuropathie).

Sie möchten mehr zum Thema diabetische Neuropathie erfahren? In unseren Videos klären Experten auf und geben Antworten – zum Beispiel auf die Frage Macht sich eine diabetische Neuropathie immer durch spürbare Beschwerden bemerkbar?

Rückblick: Bundesweite Aufklärungstour mit Barfuß-Parcours

Eine bundesweite Aufklärungstour brachte 2013-2016 über 25.000 Diabetikern und Interessierten die Früherkennung der diabetischen Neuropathie nahe – in 47 Städten! Mit wichtigen Informationen und spannenden Aktionen wurde Wissen auf spielerische Art und Weise vermittelt und zum Mitmachen motiviert. Auf dem Barfuß-Parcours konnten Besucher ihr Gespür in den Füßen auf die Probe stellen. Darüber hinaus bestand vor Ort die Möglichkeit zu einer persönlichen Beratung und zu einem kostenlosen Fuß-Check durch einen Podologen.

Die Ergebnisse der Fuß-Checks von 1.850 Teilnehmern wurden in der PROTECT-Studie wissenschaftlich ausgewertet und international publiziert.

Hintergrund: Wissenswerte Fakten über die Nationale Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie

Die diabetische Neuropathie zählt zu den häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes. Etwa jeder dritte Diabetiker ist betroffen. Doch viele Menschen wissen zu wenig über das Thema, die Gefahr wird unterschätzt. Erste Symptome, die sich zumeist im Bereich der Füße z. B. mit Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Brennen oder Taubheit bemerkbar machen, werden häufig nicht erkannt. Ein großes Problem, schließlich könnte eine gezielte Behandlung das Risiko für Komplikationen wie das Diabetische Fuß-Syndrom – einer der Haupt-Risikofaktoren für Fuß-Amputationen – reduzieren.

Genau hier setzt die Nationale Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie an.

Aufmerksamkeit schärfen, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung fördern –
das sind die wichtigsten Ziele der Nationalen Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie

Die diabetische Neuropathie macht sich meist zunächst an den Füßen bemerkbar, zum Beispiel durch Empfindungsstörungen wie Kribbeln (Ameisenlaufen) oder Brennen.

Die Kern-Botschaft der Initiative lautet: Betroffene sollten entsprechende Warnsignale ernst nehmen und frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Denn dieser kann mittels eines Fuß-Checks eine eindeutige Diagnose stellen und eine gezielte Behandlung einleiten.

Kribbeln, Schmerzen, Taubheitsgefühle im Bereich der Füße?
Die Botschaft lautet: Nehmen Sie Warnsignale ernst und suchen Sie einen Arzt auf!

Grundsätzlich wird Diabetikern empfohlen, die Füße einmal jährlich durch den behandelnden Arzt untersuchen zu lassen. Bei bereits bekannter diabetischer Neuropathie sollte diese Untersuchung sogar alle drei Monate erfolgen. Da häufig die Schmerzempfindung durch die Nervenschädigung eingeschränkt ist und die oft trockene, rissige Haut an den Füßen besonderer Pflege bedarf, wird eine regelmäßige Fußpflege durch einen Podologen (medizinischen Fußpfleger) empfohlen. Unter Umständen kann für Diabetiker mit Neuropathie außerdem eine Versorgung mit speziellem Schuhwerk sinnvoll sein.

Diabetiker sollten einmal jährlich ihre Füße durch den behandelnden Arzt untersuchen lassen.
Bei bereits bekannter diabetischer Neuropathie erfolgt diese Kontrolle alle drei Monate.

Die Aufklärungsinitiative wurde von Wörwag Pharma in Zusammenarbeit mit der Deutschen Diabetes Stiftung und renommierten Experten aus den Bereichen Diabetologie und Neurologie ins Leben gerufen.

Wörwag Pharma, die Deutsche Diabetes Stiftung und renommierte Experten engagieren sich gemeinsam für mehr Aufklärung über diabetische Neuropathie.

Lesen Sie hier mehr über die Partner hinter der Initiative:

Seit über 40 Jahren steht WÖRWAG Pharma für Kompetenz und Know-how im Bereich der Biofaktoren. Das von Dr. Fritz Wörwag 1965 gegründete Unternehmen hat sich weltweit als Spezialist in der Behandlung von Diabetes und seinen Begleit- und Folgeerkrankungen, speziell der diabetischen Neuropathie, etabliert. Zum Erfolg des mittelständischen Familienunternehmens hat wesentlich die Einführung des Wirkstoffs Benfotiamin im Jahre 1985 beigetragen. Diese Vitamin-B1-Vorstufe wird bei Diabetikern erfolgreich gegen Nervenschäden (Neuropathien) infolge eines Vitamin B1-Mangels und die damit verbundenen Symptome angewendet.

Weiterführende Informationen finden Sie auf www.woerwagpharma.de sowie auf www.milgamma.de

Die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) ist aufgrund ihres Stiftungszwecks satzungsgemäß dazu verpflichtet, intensive und nachhaltige Initiativen und Maßnahmen gegen Diabetes mellitus und seine Komplikationen (Schwerpunkt Typ 2 – Volkskrankheit Diabetes) und für die Prävention bzw. für eine optimierte Versorgung der Betroffenen zu ergreifen und durchzuführen, u. a.

  • Reduzierung der Dunkelziffer bei Typ-2-Diabetes und Zuführung neu entdeckter Betroffener in eine adäquate Behandlung mit Lebensstil-Intervention, zur Verhinderung bzw. Verzögerung kardiovaskulärer und neurologischer Folgeerkrankungen.
  • Frühzeitige Identifizierung von Risikopersonen (u. a. mittels GesundheitsCheck DIABETES „Findrisk“) und Bereitstellung von Angeboten und Maßnahmen zur Prävention – zur möglichen Verhinderung von Typ-2-Diabetes.

Die DDS ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts. Sie ist eine allgemeine selbständige Stiftung, fördernd und operativ tätig. Die DDS ist neutral und unabhängig und entscheidet allein – durch ihren geschäftsführenden Vorstand – über die Beteiligung an Projekten Dritter.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.diabetesstiftung.de

Wissenschaftlicher Beirat

Der Aufklärungsinitiative steht ein Kreis an hochkarätigen Experten aus den Bereichen Diabetologie und Neurologie beratend zur Seite.

Alle Aktivitäten werden von folgendem wissenschaftlichen Beirat unterstützt und begleitet:

Professor Dr. med.
Ralf Lobmann
Stuttgart
Professor Dr. med.
Karlheinz Reiners
Erkelenz
Professor Dr. med.
Kristian Rett
München
Professor Dr. med.
Oliver Schnell
München
Professor Dr. med.
Dan Ziegler
Düsseldorf
  • 1 Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2019
  • 2 Ziegler D et. al: Painful and painless neuropathies are distinct and largely undiagnosed entities in subjects participating in an educational initiative (PROTECT-Study). Diabetes Res Clin Pract. 2018;139:147-154